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Förde Podcast Kiel
Schleswig-Holstein nimmt seit vier Jahren als Gast an den Sessionen des Nordischen Rates teil. Er ist das mit Abstand älteste Forum regionaler Zusammenarbeit weltweit. Dass wir als Bundesland diesen Sonderstatus bekamen, geht auf das Engagement von Anke Spoorendonk zurück. Wir baten die frühere Ministerin um ein Gespräch.

Während wir an der Postproduktion unserer Aufzeichnung vom 9. Juni mit Anke Spoorendonk arbeiten, erreicht uns folgende Meldung: Kiel wird Mitglied der STRING-Kooperation. Damit schließt sich die Landeshauptstadt der Vision eines „Green Hub“ bzw. „European Powerhouse“ an. Danach wird Nordeuropa laut OECD-Report weltweit Führerschaft übernehmen im Bereich der Umwelttechnologien. Basis dafür ist der Ausbau von Infastruktur mit der Fehmarnbelt-Querung als Teilstück der neuen Achse zwischen Hamburg und Oslo.

Diese Nachricht fügt sich in die 2019 im Nordischen Ministerrat verabschiedete Vision. Danach soll die nordische Region zur besten aller Welten werden, nicht nur grün sondern auch wettbewerbsfähig und sozial nachhaltig. Was sind das für Institutionen, der Parlamentarische Rat und der Ministerrat? Wie kam Schleswig-Holstein zu seinem Gaststatus? Anke Spoorendonk muss das wissen. Sie war von 2012 bis 2017 als Ministerin im Kabinett von Torsten Albig zuständig für die Ressorts Kultur, Justiz und Europa. Als Vorsitzende des Vereins für Nordische Zusammenarbeit, Mitglied im SSW - und damit Vertreterin der dänischen Minderheit im Land -  ist sie quasi nordisch by nature. Und als Ritterin des Dannebrogordens 2008 sogar dafür geadelt worden. 

Nach dem Gespräch mit ihr steht für uns fest: Auf Basis seiner nachhaltig friedlichen Grenzgeschichte mit Jütland ist Schleswig-Holstein prädestiniert, sich auf allen Ebenen als wertvoller Partner in den anstehenden europäischen Integrationsprozess einbringen zu können. Im Herbst nächsten Jahres entscheidet sich, ob auch Kiel die volle Mitgliedschaft in der STRING-Kooperation erhält. 

Im sechsten Teil unserer Serie „Twin Cities“ (Städtepartnerschaft) begrüßen wir unseren Korrespondenten in Tallinn. Martin Schröder berichtet uns von der Geburt des Danebrog, der ältesten Staatsflagge der Welt, und vom Verhältnis Estlands zu seinen nordischen Nachbarn. 

Wer uns sprechen, uns Anregungen zusenden oder mal bei einer Aufzeichnung dabei sein möchte, nutzt das Feedback-Formular unten auf dieser Seite. Oder kontaktiert uns via facebook, Instagram oder Twitter.


Die Rubrik "Städtepartnerschaft" wird gefördert von




Kapitel 1
Begrüßung. Bei unserer Ankunft ist der Tisch gedeckt - Zeit für Frokost, das zweite Frühstück der Dänen. Schleswig-Holsteins frühere Ministerin Anke Spoorendonk schenkt Kaffee aus. Dass sie als politische Vertreterin der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein keine Dänin ist, sondern die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, hätte uns klar sein müssen. Denn die braucht es, um als Abgeordnete in den Landtag gewählt werden zu können. 

Kapitel 2
SSW. 1996 zog Anke Spoorendonk gemeinsam mit ihrem Kollegen Peter Gerckens für den Südschleswigschen Wählerverband in den Landtag ein. Sie sieht Schleswig-Holstein als Teil des europäischen Nordens.  2012 kann sie ihr Engagement für die nordische Zusammenarbeit als Ministerin für Europa, Kultur und Justiz in das Kabinett von Torsten Albig einbringen. Mit ihrer regionalen Europapolitik setzt sie den Weg Björn Engholms fort.

Kapitel 3
Nordischer Rat. Kurz vor Ende ihrer Amtszeit als Ministerin ist Anke Spoorendonk zu Gast bei einer Session des Nordic Council. Ab 2017 erhält Schleswig-Holstein einen Gaststatus beim Parlamentarischen Rat der nordischen Länder und benennt zwei Abgeordnete aus dem Landtag als Beobachter. Was ist das für ein Forum und was sucht ein deutsches Bundesland im weltweit ältesten Bündnis zwischen Staaten und autonomen Regionen?

Kapitel 4
Vereinigung Norden. In allen Ländern Skandinaviens gibt es Vereine für nordische Zusammenarbeit. Sie wurden nach der Erfahrung des 1. Weltkrieg zur Bewahrung des Friedens gegründet. Anke Spoorendonk ist aktuell Vorsitzende des Foreningen Norden Sydslesvig. 

Kapitel 5
Ars Baltica. Anfang der 1990er Jahre taten sich elf Partner aus der Baltic Sea Region zusammen, um gemeinsame Projekte im Bereich kultureller Zusammenarbeit umzusetzen. Bei FolkBaltica, JazzBaltica, BluesBaltica überwindet die Musik alle Sprachbarrieren. Wie verständigt man sich im Norden - auf Dänisch? 

Kapitel 6
Zur Person. Ihre Familie sei keineswegs zugewandert, berichtet Anke Spoorendonk: „Dänische Minderheit ist, wer will“. Also allein eine Frage kultureller Identität. Vor 50 Jahren habe auch sie wie jeder Deutsche noch eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen müssen, um in Kopenhagen studieren zu können. 

Kapitel 7
Grenzfrage 1920. In einem Referendum wurde 1920 über die Grenzziehung entschieden. 2020 feierten Dänemark und Deutschland das Jubiläum mit einem Freundschaftsjahr. Anke Spoorendok erinnert an den Reichstagsabgeordneten HP Hanssen und dessen Vision einer nachhaltigen Friedenslösung.

Kapitel 8
Twin Cities. Per StudioLink aus Tallinn zugeschaltet war Martin Schröder. Der in Deutschland geborene Historiker unterrichtet künftige Dolmetscher an der Universität Tallinn. Wir sprechen mit ihm über Estlands dänische Wurzeln und seine heutigen Partner sowie das in Kiel vorgestellte Nachhaltigkeitsprojekt Pollinator Highway in Tallinn. Martin bietet sein Wissen über Estland auch Reisenden an. 

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